Historie

"Schloß Broock, historischer Sitz der 1. Mecklenburger Meute"
"Schloß Broock, historischer Sitz der 1. Mecklenburger Meute"

 

Schon vor 200 Jahren gab es in Mecklenburg und Vorpommern das Jagdreiten hinter den Meuten.  Allein in Mecklenburg und Vorpommern jagten fünfundzwanzig Meuten.  
1995 wurden zwei befreundete Reiter vom Virus des Jagdreitens hinter den Meuten befallen. Sie begaben sich auf Spurensuche und erkundeten die Wurzeln des Jagdreitens in Mecklenburg. Ein Zufallsfund des heutigen Masters der Mecklenburger Meute gab Auskunft. In einer alten Bücherei lag es unbeachtet seit Jahren – Das grüne Buch der Reiterei – mit dem Titel „Reit-Erinnerungen“ von Whyte-Melville und v. Keudell, übersetzt von Freiherr Hans-Asmus von Esebeck, Oberleutnant im 2. Pommerschen Ulanenregiment

Nr. 9 – Demmin,  in einer Ausgabe von 1906.
„Das gelobte Land der Jagdreiterei ist heute nur noch Mecklenburg“, so stand es da, schwarz auf vergilbtem, einstmals weißem Papier. Jagd- und Distanzritte wurden mit solch einer Leichtigkeit beschrieben, dass man glaubte im Sattel dabei zu sein.  
Im Jahr 2000 wurde der Schleppjagdverein „Freiherr von Esebeck“ gegründet. Leidenschaftliche Jagdreiter stellten sich das hohe Ziel, nicht nur Meuten aus allen Teilen Deutschlands nach Mecklenburg einzuladen; sie setzten sich die Aufgabe eine eigene Meute aufzubauen und mit dieser 2004 an traditioneller Stelle, dem Brooker Schloß, eine Schleppjagd zu reiten. Große Unterstützung beim Aufbau der „Mecklenburger Meute“ erhielt der Verein durch engagierte Mitglieder, Mäzenen, den großzügigen Forstämtern und Landwirten, den Sponsoren und verständnisvollen Partnern, sowie anderen Meutehaltern.
Im Januar 2003 erhielten wir die ersten Foxhounds aus der Warendorfer Meute. Diese Meute gilt als absolut spurtreu und wildrein. Die Hunde der Warendorfer Meute waren für das Training der Jagdpferde die beste Grundlage. Im Sommer des gleichen Jahres übergab uns der Rheinisch Westfälische Schleppjagdverein sieben Hunde für den weiteren Aufbau unserer Meute. Am 31. August des gleichen Jahres reisten Mitglieder unseres Vereins nach Irland um echte Irish Foxhounds zu erwerben. Am 17. September konnten diese dreizehn Hunde in ihrem neuen Zuhause empfangen werden. Drei Tage später liefen sie eine tolle Jagd auf Gut Dalwitz. Krönenden Abschluss des Jagdtages erhielten wir durch die Geburt des ersten eigenen Wurfes, dieser wurde dem Verein aus der Leihhündin „Josy“ von der Meute des  RWS geschenkt.  
Seit 2003 sind unsere Foxhounds auf Gut Dalwitz im renovierten Kennel am Ortsrand untergebracht. Wir jagen in Mecklenburg und Vorpommern, in Sachsen und Sachsen-Anhalt, in Brandenburg und Schleswig-Holstein mit bis zu 10 Koppeln aus eigener Zucht. Auf der Junghundeschau 2005 in Schwarzenstein wurde aus unserer Zucht die Hündin „Carla“ Vizechampionesse und auch im Jahr 2006 konnten wir diesen Preis für die Hündin „Dora“ mit nach Mecklenburg nehmen. 2007 erreichten wir den Endring auf der Schau mit den Hündinnen und „Elektra“ eroberte die Herzen des Publikums und belegte unter den kritischen Augen der Richter den 3. Platz.  
Der Schleppjagdverein wurde  2006 offizielles Mitglied im Meutehalterverband der  Deutschen Schleppjagdvereinigung.